Technikfragen
Die Technik ist vieler Leute liebstes Kind. Manchen Installationen merkt man auf den ersten Blick die Liebe zum (technischen) Detail an. Deshalb vorweg zwei Ratschläge:
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Orientieren Sie sich an Ihren Zielen und den Inhalten, nicht an den technischen Möglichkeiten. Sicher kann man tolle Ideen umsetzen, wenn man z.B. RFID Antennen mit der Bildschirmsteuerung verbindet. Aber rechtfertigen die erheblichen Zusatzkosten den Nutzen? Kann man gleiches nicht mit weniger Aufwand aber einem besseren Inhaltekonzept erreichen?
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Lassen sie sich ausreichende und eindeutig definierte Garantien der Hersteller geben. Z.B. reicht selbst ein Swap-Service für den Player-PC nicht aus, wenn er nicht die Demontage, die Remontage und die neue Inbetriebnahme inkl. der Aufspielung der aktuellen Inhalte einschließt.
Nachfolgend wollen wir uns verschiedenen technischen Themen widmen, die vielfach und kontrovers diskutiert werden. Dabei ist wichtig anzumerken, dass kaum ein Technikthema eindeutig beantwortet werden kann, denn die Wahl der Technik hängt immer von den verfolgten Zielen ab.
Bildschirme: LCD oder Plasma?
Zu keinem anderen Thema kann man soviel Meinungen und Material finden wie zu diesem. Vor allem die Bildschirmhersteller bieten eine derartige Fülle an Argumenten, dass man kaum noch den Wald vor lauter Bäumen erkennt. Wir möchten deshalb einen sehr einfachen Vorschlag unterbreiten.
Die unseres Erachtens wirklich relevanten Entscheidkriterien sind die folgenden:
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wie lange soll der Bildschirm in Betrieb sein (Stunden pro Tag und wie viele Jahre)?
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wie hoch sind die Servicekosten?
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gibt es spezielle Lichtbedingungen, die den Einsatz von LCD oder Plasma erfordern?
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Ergebnis des Praxistests
Natürlich könnten wir weitere Argumente ergänzen. Z.B. Lebensdauer, Stromverbrauch, Preis, Kontrast, Farbbild, Auflösung, Einbrenneffekt, …..
Unser Tip: Kalkulieren Sie die Total Cost of Ownership für alle Geräte, die den Praxistest bestanden haben.
Bildschirme: Consumer- oder Industriequalität?
Der Preisunterschied ist phänomenal. Letztendlich ist auch hier die Total Cost of Ownership das relevante Kriterium. Kalkulieren Sie hier realistisch, werden Sie trotz der höheren Anschaffungskosten eines Gerätes in Industriequalität oft auf eine geringere TCOO kommen, denn die eingesetzten Materialien sind schlicht belastbarer. Es gibt allerdings auch Umgebungen, wo Consumergeräte genügen. Falls Sie sich für ein Consumergerät entscheiden, stellen Sie sicher, dass es keinen TV-Tuner hat. Eine einfache Deaktivierung genügt nicht, um die GEZ Gebühren zu sparen!
Unser Tip: Die TCOO für Bildschirme ist of geringer, wenn Sie Bildschirm, Installation und Wartung vom Bildschirmhersteller beziehen. Denn der kennt sein Gerät und muss keine hohen Risikozuschläge kalkulieren.
Bildschirm oder Projektor?
Ein Projektor hat den Vorteil des größeren Bildes und der geringeren Anfälligkeit gegenüber Tageslicht. Leider haben Projektoren fast immer einen hohen Preis und hohe Wartungskosten, da die Birne öfters getaucht werden muss. Neuere Geräte reduzieren diesen Aufwand, haben aber einen entsprechenden Preis. Wir empfehlen Projektoren für den Dauerbetrieb nur für Großflächen und bei speziellen Lichtanforderungen.
Kann man unterschiedliche Bildschirme in einem Projekt mixen?
Grundsätzlich ja, aber leider ist dies nicht problemlos möglich. Zum einen werden Service und Wartung komplexer, denn die Player-Konfiguration ist immer auf den Bildschirm abgestimmt. Zum anderen wird für eine optimale Bildqualität bei gleichzeitig optimierten Betriebskosten das Bildmaterial auf den Bildschirm angepasst. Hat man unterschiedliche Anzeigemedien ist diese Anpassung in der Regel suboptimal und kann neben höheren Kosten für die Datenübertragung sogar zu schlechterer Bildqualität führen.
Ton oder kein Ton?
Herzlich willkommen zum zweiten der beiden Top-Themen der Branche. Was sollen wir hier sagen? Ohne Ton können wir eigentlich gar nichts sagen …. Zum Glück schreiben wir ja ….
Prinzipiell ist Ton hilfreich und gut, sofern man es nicht übertreibt und den Ton dem Umfeld anpasst. Nehmen Sie Rücksicht auf Mitarbeiter und Kunden. Fragen Sie nach Wünschen und Vorstellungen. Dann finden Sie sicher eine Lösung, bei der Ton positiv und unterhaltend empfunden wird. Denn grundsätzlich ist der Mensch ein audiovisuelles Empfindungstier. Insbesondere wenn Sie Werbung vermarkten möchten, erhöht Ton die Aufmerksamkeit und somit den Vermarktungserfolg. Zwingend ist er jedoch nicht.
Online oder Offline?
Online-Systeme können überwacht und von einem zentralen Punkt gesteuert werden. Wollen Sie Werbung vermarkten oder wollen Sie sicher wissen, was vor Ort passiert, so ist ein online-System zwingend erforderlich. Wollen Sie möglichst kostengünstig ein System installieren, und sind Sie sicher, dass die Verantwortlichen vor Ort garantiert den Nutzen erkennen und das System wunschgemäß nutzen, kann ein Offline-System genügen.
Welche Netzanbindung?
Ein Online-System benötigt eine Netzanbindung. Meist fällt die erste Wahl auf DSL, da günstig und zuverlässig. Leider ist DSL nicht überall verfügbar. Aber selbst wenn DSL verfügbar ist, sollten Sie sich Alternativen ansehen. Z.B. gibt es inzwischen ebenfalls eine recht gute Abdeckung mit UMTS. Neben den Vorteilen des einfacheren Anschlusses des Systems an das Telekommunikationsnetz sind bei guter Verhandlungsführung die Preise oft sogar günstiger als mit DSL.
Während UMTS und DSL die erste Wahl sind, kommen weitere Alternativen in Frage. Z.B. ISDN. Das Problem ist die langsame Datenübertragung. Als Lückenfüller (dort wo DSL oder UMTS fehlt) in Projekten mit geringen Datenvolumen ist es jedoch denkbar. Eine weitere Alternative sind Mietleitungen. Leider sind diese vergleichsweise teuer und kommen ebenfalls lediglich als Lückenfüller in Betracht.
Abschließend kann man noch an eine Datenverteilung per Satellit denken, welche sich jedoch nur in großen Projekten mit großen Datenvolumen als nützlich erweisen kann. Aufgrund der zunehmenden Verbreitung von DSL und UMTS, und aufgrund der hohen technischen Komplexität, Fehleranfälligkeit und Kosten von Satellit, ist diese Option nicht wirklich zu empfehlen.
PC, Media Player, Flash Player oder DVD?
Beginnen wir von hinten. Ein DVD Abspielgerät oder ein Flash Player sind offline Varianten mit erheblichen Einschränkungen hinsichtlich Kontrolle und Aktualisierung der Inhalte. Allerdings sind sie sehr kostengünstig und eventuell eine Einstiegsoption. Empfehlen können wir solche Lösungen in der Regel nicht, es sei denn Sie wollen über einen langen Zeitraum den gleichen Inhalt abspielen.
Haben Sie ein online-System, so ist es in der Regel ein PC oder Media Player. Manche sagen auch Media Server oder haben sonst einen kreativen Namen kreiert. Es gibt sie als einzelne Geräte in allen Größen, Formen und Farben. Es gibt Kombinationslösungen aus Bildschirm und PC und es gibt voll integrierte Lösungen, wo der PC/Player und Bildschirm eine untrennbare Einheit bilden. Ob ein integriertes Gerät oder einzelne Komponenten die bessere Wahl sind hängt vom Projekt und der Umgebung ab.
Neben dem Integrationsgrad gibt es eine zweite wesentliche Komponente mit Einfluss auf den Preis, und zwar die Leistungsfähigkeit des Rechners. Je geringer desto billiger. Was Sie benötigen, hängt von Ihrer gewählten Software und den Inhalten ab. Standardaussagen sind hier leider nicht möglich. Wir empfehlen aber bei der Performance Reserven einzuplanen.